Düstere Kapellen und eine Nacht des Schreckens

Links von mir ist nur der SL - Franz Josef Strauß und ich wären wohl nie Freunde geworden...
Links von mir ist nur der SL – Franz Josef Strauß und ich wären wohl nie Freunde geworden…

Intro

Ok da hocke ich vorm Rechner, neben mir ne heiße Schokolade und im Hintergrund läuft die zweite Staffel der Scream Serie. Draußen ist es herrlich trüb und dieser niederträchtige Himmelskörper, den wir Sonne nennen, ist nicht mehr so eine Belästigung wie letzte Woche. Tja der Herbst ist da und was könnte passender sein als ein bisschen Horror. Natürlich nicht in Form von Überstunden, oder Projektdeadlines. Nein, nein, nein. Nicht der zermürbende Horror des finsteren Alltags. Der prickelnde Horror den nur eine spannenden RPG Runde bieten kann… Willkommen zurück in Barovia!

Letztes mal hatten wir uns schon ein wenig in dem Städtchen Barovia eingelebt und schon mal mehr oder weniger vernünftige Hinweise, in welche Richtung die Kampagne gehen könnte.

Wir hockten erst uns einmal zusammen und beratschlagten darüber, in welche Richtung wir gehen sollten. Folgende Optionen standen zur Wahl:

  • Die Vistani boten uns an, dass wir mit ihnen, gegen Gebühr natürlich, nach Valaki reisen könnten.
  • Ismark dem geringeren helfen, seine Schwester nach Valaki in Sicherheit bringen.

Wir entschieden uns Ismark zu helfen und wollten ihn zunächst aufsuchen. Aber wir wollten auch Antworten. Was ist mit seiner Schwester, wieso ist sein Vater tot, ect.

Ismark der Geringere
Ismark der Geringere

Auf dem Weg zu Ismark

Auf dem Weg zum Anwesen begegneten wir einer komischen alten Vettel mit einem Karren auf der ein Kessel war. Sie bot uns ihre „Traumpasteten“ feil. Davon wollte niemand kosten… außer Jacques. Er ist halt experimentierfreudig.

Beim Anwesen des Bürgermeisters angekommen, trafen wir einen freundlichen Mob, der am liebsten Ismark und seine Schwester gelyncht hätte. Jacques überzeugte den Rädelsführer , schlagkräftig einschüchternd, dass sie wohl alle lieber gehen sollten.

Barovia , Land der Gastfreundschaft.
Barovia , Land der Gastfreundschaft.

Ismark führte uns dann zu seiner Schwester. Fiebrig und blass lag sie in ihrem Bett. Auffällig war auch ihr Mal am Hals, zwei Punkte wie Stiche (ja ignoriert ihr doch mal jetzt den Metagaming Faktor – ich meine hallo??? Dracula?!).

Der Prinz von Barovia, Strahd, ist dafür verantwortlich. Und oh, er schickt nächtlich seine Kreaturen der Nacht aus, auf das sie ihm Ireena bringen sollen. Nett, nicht wahr?!

Gemütliche Stimmung am Spieltisch
So gemütlich kanns nur am Spieltisch sein!

Wir kommen überein das wir nach Valaki reisen wollen und denken das es die sicherste Variante wäre, mit den Vistani zu reisen. Trauen können wir denen nicht, aber besser in einer großen Gruppe als quasi allein reisen. Ich meine überall diese Fledermäuse und das ständige Wolfgeheul nachts. Nee lieber die große Gruppe.

Die Beerdigung des Bürgermeisters

Aber bevor wir aufbrechen wollen müssen wir den armen Bürgermeister beerdigen. Der gute ist wohl vor lauter Grauen gestorben als er seine unschuldige Tochter vor dem finsteren Strahd beschützen wollte. Wir bahrten dann den Leichnam auf einen Karren und machten uns auf zu Kapelle des Herren des Morgens. Der Herr des Morgens ist wohl die gute Gottheit in diesem finsteren Land. Nach dem mühseligen Weg durch Schlamm und Regen, kamen wir endlich an der Kapelle an. Natürlich muss ich nicht erwähnen, dass ständige Visionen, Geräusche und anderer Spaß an unseren Nerven zerrten. Besonders Jacques hat es mitgenommen. Der ging sogleich aufbrausend auf Vater Donarvich los und sprang ihm driekt an die Kehle. Es war nicht gerade hilfreich, dass dieser sich ziemlich merkwürdige verhielt. Ebenso war es nicht zuträglich das, unter den schweren Dielen der Kapelle Kratzgeräusche und verzerrte Schreie eines jungen Mannes zu hören war. Der seinen Vater, also Vater Donarvich anfleht ihm fressen zu bringen. Aber hilfreich war der Wutausbruch auch nicht…

Vater Donarvich
Vater Donarvich

Nach einigem hin und her konnten wir dann zur Beerdigung übergehen. Der Leichnam des Bürgermeisters wurde in die Familiengruft überführt und Vater Donarvich hielt die üblichen Riten ab und bot den Segen des Herren des Morgens an den Theren und Allister gerne annahmen.

Friedhof von Barovia Stadt
Friedhof von Barovia Stadt

Aber nach der Beerdigung wollte es Jacques nochmal wissen und stellte den Vater zur Rede. Was hat es mit den Schreien unter der Kapelle auf sich, warum sah Lothar glühende Augen und lange krallen bewährte Hände unter den Dielen hervorgucken? Die Stimmung spitzte sich zu und Donarvich bot an die Luke zum Keller welche durch schwere Ketten gesichert wurde zu öffnen damit wir selbst nachsehen können.

Allister ergriff die Initiative und konnte mit Hilfe Theren den aufkeimenden Streit schlichten. Er bot dem Vater an Hilfe für seinen Sohn zu suchen, aber dieser wollte davon nichts wissen. Also schlug er vor es einfach sein zu lassen. Da er vermutete des es nur zu einem sinnlosen Kampf zwischen Ihnen und Donarvichs Sohn kommen würde.

Jacques lenkte ein und wir gingen zum Anwesen Ismarks zurück.

Ireena wirkte die ganze Zeit schon irgendwie angespannt und fahrig und die Ursache war eine Pille die Jacques ihr trotz Einwand von Theren und Allister angeboten hat. Das sorgte natürlich für eine Diskussion…

Nachdem sich dann die erregten Gemüter abgekühlt hatten, gingen wir dazu über das Anwesen gegen nächtliche Schrecken abzusichern. Das war eine gute Idee….

Eine Nacht des Schreckens

Wir legen uns schlafen und erwachen durch Kratzgeräusche. Irgendetwas denkt das Anwesen wäre schöner mit Klauenspuren und ebenso ein ziemlich hohes fiepen…. Fledermäuse und zwar verdammt viele!!!

Wie schön das Jacques die Traumpastete, die er sich gekauft hat, wegknuspert,einen lustigen Acidtrip hat und somit für uns komplett ausfällt. Was uns alle freut…. ….nicht.

Ein donnerndes Klopfen an der Tür. Ireena erwacht und wandelt wie von Fäden gezogen Richtung Eingang. Theren versucht verzweifelt Ireena festzuhalten, doch sie wandelt weiter. Allister eillt Theren zu Hilfe und stemmt sich gegen Ireena.

Mit einem lauten Krachen fliegt die Tür auf. Zunächst erwartet uns ein großer schwarzer Wolf, der sich dann in einen jungen Mann in adligem Aufzug verwandelt. Er fordert uns auf, sie zu ihm gehen zu lassen. Ist das der finstere Prinz Strahd? Indes rauscht ein gigantischer Schwarm Fledermäuse über das Anwesen hinweg. Es hört sich an als würde das Anwesen abgeschmirgelt werden.

Strahd bist du's?
Strahd bist du’s?

Allister nimmt allen Mut zusammen mit beiden Steinschlosspistolen auf die finstere Gestalt gerichtet brüllt er gegen den tosenden Lärm an. Er, der Eindringling würde Ireena nie bekommen! Sie würden Ireena mit ihrem Leben verteidigen und sie würden nicht zulassen das dieser Terror weiter fortbesteht. Der Lärm steigert sich zu einem fürchterlichen Crescendo und unsere Helden fallen in Ohnmacht.

Das Wetter in Barovia heute von Fledermäusen bewölkt.
Das Wetter in Barovia heute von Fledermäusen bewölkt.

Am nächsten Morgen erwachen unsere Helden. Die Schutzvorkehrungen haben gewirkt und die Kreaturen der Nacht kamen nicht über die Türschwelle. Wir packen unsere sieben Sachen und machen uns auf den Weg zu den Vistani uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuund Ende unserer zweiten Spielsitzung. 😉

Also ich hoffe euch hats so gut gefallen wie uns am Tisch! Weiter gehts Ende September Anfang Oktober!

Typische Barovische Fledermaus
Typische Barovische Fledermaus

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